Grundsätzliche Unterschiede der Ansätze

Chirurgie — Entfernung/Ersatz

Entfernung geschädigten Gewebes (Sequesterektomie der Bandscheibe, Meniskusresektion, Knorpel-Debridement) oder Ersatz durch Implantat (Endoprothese, Spondylodese). Schneller Effekt, aber Verlust natürlicher Strukturen. Irreversibilität — entferntes Gewebe kommt nicht zurück.

MIBRAR® — Regeneration

Wiederherstellung geschädigten Gewebes mit eigenen Stammzellen und Wachstumsfaktoren. Erhalt der natürlichen Anatomie. Effekt baut sich über 3-6 Monate auf. Reversibilität — bei Bedarf wiederholbar oder Übergang zur Chirurgie möglich.

Vergleichstabelle

Parameter MIBRAR® Chirurgie
Narkose Lokalanästhesie Allgemein- oder Spinalanästhesie
Dauer 30-45 Minuten 1-4 Stunden
Hospitalisierung ambulant (am selben Tag nach Hause) 2-7 Tage stationär
Schnitte Keine (Nadelpunktion) 1-15 cm
Infektionsrisiko <0.1% 1-3% (bei Endoprothese bis 2%)
Rückkehr zur Arbeit 1-3 Tage 2-12 Wochen
Sport Nach 4-6 Wochen Nach 3-6 Monaten
Mechanismus Regeneration eigener Gewebe Entfernung/Ersatz von Geweben
Reversibilität Vollständig (wiederholbar oder operierbar) Irreversibel
Wirksamkeit 88-95% bei richtiger Indikation 85-95% bei richtiger Indikation

Wann MIBRAR® effektiver als Chirurgie ist

Bandscheibenvorfall und Protrusionen

MIBRAR® regeneriert die Bandscheibe und erhält die segmentale Beweglichkeit. Chirurgie entfernt den Vorfall, regeneriert aber die Bandscheibe nicht — Rezidivrisiko 10-20%, Entwicklung von Instabilität des Segments, Degeneration benachbarter Segmente (adjacent segment disease).

MIBRAR® indiziert: Protrusionen, Vorfälle bis 10-12 mm ohne Cauda-equina-Syndrom und progredienter Parese.

Gonarthrose 1-3. Grades

MIBRAR® regeneriert den Knorpel — einziges Verfahren mit struktureller Wiederherstellung. Bei Grad 1-3 ist Operation nicht indiziert (arthroskopisches Debridement bei Arthrose nachweislich unwirksam). Endoprothese nur bei Grad 4.

MIBRAR® indiziert: Gelenkspaltverengung <50%, Restknorpel in MRT nachweisbar.

tendinopathien

Chirurgische Behandlung von Tendinopathien (Epikondylitis, Patellasehnen-Tendinopathie, Achillestendinopathie) hat unvorhersehbare Ergebnisse und lange Rehabilitation. MIBRAR® regeneriert die Sehne in 3-6 Monaten.

Spinalkanalstenose (leicht bis mittelgradig)

MIBRAR® reduziert Entzündung und Ödem, vergrößert den effektiven Kanallumen. Bei schwerer Stenose mit Myelopathie nur Dekompression.

Wann eine Operation notwendig ist

Cauda-equina-Syndrom

Betäubungsgefühl im Perinealbereich, Störung des Harnlassens, beidseitige Beinschwäche. Notfall-Dekompression innerhalb von 24-48 Stunden. MIBRAR® — nach der Operation zur Rehabilitation.

Progressiver Paralysen

Zunehmende Muskelschwäche (hängender Fuß, Unfähigkeit, das Knie zu strecken). Nerv stirbt ab — notwendige Notfall-Dekompression.

Gonarthrose 4. Stadium (bone-on-bone)

Vollständiges Verschwinden des Gelenkspalts, Knochen reibt auf Knochen. Kein Substrat für Regeneration. Endoprothese indiziert.

Instabile Frakturen

Osteosynthese notwendig. MIBRAR® — zusätzlich zur Beschleunigung der Konsolidierung.

Vollständige Risse mit Instabilität

Vollständiger Riss des vorderen Kreuzbands bei Sportlern, vollständiger Rotatorenmanschettenriss mit Retraktion — chirurgische Rekonstruktion. MIBRAR® — nach der Operation zur Verbesserung der Heilung.

MIBRAR® nach der Operation

Auch wenn eine Operation notwendig ist, verstärkt MIBRAR® das Ergebnis:

Failed-Back-Surgery-Syndrom

Bis zu 40% der Patienten nach Wirbelsäulenoperationen haben persistierende Schmerzen. MIBRAR® regeneriert Narbengewebe, benachbarte Bandscheiben und Facettengelenke.

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Nach Arthroskopie

Partielle Meniskusresektion beschleunigt die Entwicklung der Arthrose. MIBRAR® nach Arthroskopie regeneriert den Meniskus und schützt den Knorpel.

Nach Endoprothese

Rehabilitation der Weichteile um den Prothesen: Bänder, Sehnen, Muskeln. MIBRAR® beschleunigt die Wiederherstellung der Funktion.

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Fragen zur Auswahl der Methode

Wann ist MIBRAR® besser als eine Operation?

Bei Bandscheibenvorfällen bis 10-12 mm ohne Parese, Arthrosen Stadium 1-3, Tendinopathien, partiellen Bänderrissen und Meniskusrissen. MIBRAR® regeneriert Gewebe und erhält die natürliche Anatomie.

Wann ist eine Operation notwendig?

Cauda-equina-Syndrom, progressiver Paralysen, Arthrose 4. Stadium (bone-on-bone), instabile Frakturen, vollständige Risse mit Instabilität.

Kann MIBRAR® nach einer Operation durchgeführt werden?

Ja. MIBRAR® beschleunigt die Heilung, regeneriert umliegendes Gewebe, wirksam bei postoperativem Schmerzsyndrom (Failed-Back-Surgery).

Was, wenn MIBRAR® nicht hilft?

MIBRAR® schließt den chirurgischen Weg nicht aus. Bei unzureichendem Ergebnis ist eine Operation in vollem Umfang möglich. Umgekehrt gilt nicht: Nach Operation sind Regenerationsmöglichkeiten begrenzt.